41. Max Ophuels Filmfestival: JIYAN heisst der Filmpreis der Oekumenischen Jury 2020

Beim 41. Filmfestival Max Ophuels Preis Saarbruecken (MOP)  hat die Oekumenische Jury ihren diesjährigen Preis vergeben. Er geht an den Spielfilm JIYAN von Süheyla Schwenk. 

Die beiden Landesarbeitsgemeinschaften der kirchlichen Erwachsenenbildung im Saarland - Katholische Erwachsenenbildung (KEB-Saar) und Evangelische Erwachsenenbildung - haben den „Preis der Ökumenischen Jury“ diesmal mit 2.500 Euro dotiert. Im Rahmen des Filmfestivals Max Ophüls Preis wird von der "Ökumenischen Jury" stets ein "langer Wettbewerbsspielfilm" ausgezeichnet, dem „es mit wirklicher künstlerischer Begabung gelingt, ein menschliches Verhalten oder Zeugnis zum Ausdruck zu bringen, das mit dem Evangelium in Einklang steht, oder die Zuschauer*innen für spirituelle, menschliche oder soziale Fragen und Werte zu sensibilisieren“, wie es die bewährten Juryleitlinien besagen. Mit ihrem Engagement möchte die kirchliche Erwachsenenbildung an der Saar die kritische Auseinandersetzung mit dem Medium "Film" fördern.

Unser Jury-Team ist international ausgerichtet
In der „Ökumenischen Jury“ ist auch das Internationale Kirchliche Film-Netzwerk INTERFILM sowie die Internationale Katholische Vereinigung für Kommunikation SIGNIS vertreten. Gemeinsam mit der KEB-Saar und der Evangelischen Erwachsenenbildung, vertreten durch deren Evangelische Akademie wurden auch dieses Mal vier Jurymitglieder berufen: Birgit Persch-Klein aus Saarbrücken (Deutschland), Leiterin der KEB Saarbrücken, Dr. theol. Hermann Kocher aus Langnau im Emmental (Schweiz), Théo Péporté aus Luxembourg (Luxemburg) und Marisa Winter aus Saarbrücken (Deutschland), Vertreterin der LAG für Evangelische Erwachsenenbilung im Saarland.

 Am Samstagabend, 25. Januar 2020, hat nun dieses internationale Jury-Team den jungen Wettbewerbsspielfilm JIYAN von Regisseurin Süheyla Schwenk mit dem „Preis der Ökumenischen Jury gekürt.

Begründung
JIYAN ist ein eindringliches Kammerspiel, das durch das Zusammenwirken von Kamera und Szenenbild noch verstärkt wird. Sowohl der Umgang mit den Vorurteilen im System Familie als auch entwürdigende gesellschaftliche Realitäten werden vor Augen geführt. Gerade die Verweigerung unnötiger größerer dramatischer Bögen zugunsten des Fokus auf die alltäglichen Sorgen und Nöte im Privaten, bringt uns die Protagonistinnen und Protagonisten als Menschen nahe.
Klug geschrieben, erzählt der Film präzise das Leben einer jungen syrisch/kurdischen Familie bei ihren Verwandten in Deutschland.

Am Ende steht die Frage: Was ist ein Menschenleben wert?

 

Mehr über den Hauptpreis und weitere Preise beim 41. Filmfestival Max Ophüls Preis Saarbrücken (MOP) 2020 erfahren Sie HIER

oder unter www.max-ophuels-preis.de