Max Ophuels Preis 2019 - KEB-Saar und Evangelische Erwachsenenbildung stiften Preis der Oekumenischen Jury - Das melancholische Maedchen  gewinnt

Beim 40. Filmfestival Max Ophuels Preis, 14. bis 20. Januar 2019 in Saarbruecken, statten die beiden kirchlichen Landesarbeitsgemeinschaften der Erwachsenenbildung im Saarland, die Katholische Erwachsenenbildung (KEB-Saar) und die Evangelischen Erwachsenenbildung, den „Preis der Ökumenischen Jury“ mit 2.500 Euro aus. Ausgezeichnet wird ein „langer Spielfilm“, der den Zuschauer für spirituelle, menschliche oder soziale Fragen und Werte sensibilisiert. Film und Bild bestimmen zunehmend die Art und Weise, wie gesellschaftliche Wirklichkeit wahrgenommen wird. Mit ihrem Engagement möchte die kirchliche Erwachsenenbildung an der Saar die kritische Auseinandersetzung mit dem Medium „Film“ fördern.

Im Rahmen der „Ökumenischen Jury“ sind auch das Internationale Kirchliche Film-Netzwerk INTERFILM sowie die Internationale Katholische Vereinigung für Kommunikation SIGNIS in Saarbrücken vertreten.

Gemeinsam mit der KEB-Saar und der Evangelischen Erwachsenenbildung mit deren Evangelischer Akademie wurden Jurymitglieder berufen:  Oliver Gross aus Gmunden (Österreich), Marie-Threse Mäder aus Zürich (Schweiz), Birgit Persch-Klein aus Saarbrücken (Deutschland) für die Katholische Erwachsenenbildung Saarland und Wolf-Dieter Scheid aus Saarbrücken (Deutschland) für die Landesarbeitsgemeinschaft für Evangelische Erwachsenenbildung im Saarland.

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"Das melancholische Mädchen"

Zur 40. Max-Ophüls-Preisverleihung am Samstagabend, 19. Januar 2019, hat nun das internationale Team den Wettbewerbslangspielfilm "Das melancholische Mädchen" von der jungen Regisseurin und Autorin Susanne Heinrich mit dem 2.500 Euro dotierten „Preis der Ökumenischen Jury“ gekürt. Mit diesem Film, der gleichzeitig auch den Hauptpreis des 40. Max-Ophüls-Filmfestivals erhielt, ist es der Jungfilmerin Susanne Heinrich gelungen, "mit künstlerischer Begabung ein menschliches Verhalten oder Zeugnis zum Ausdruck zu bringen, das mit dem Evangelium in Einklang steht“, wie es die bewährten ökumenischen Film-Juryleitlinien besagen.

Zum Inhalt des Films "Das melancholische Mädchen" von Susanne Heinrich:
Auf der Suche nach einem Schlafplatz streift das melancholische Mädchen (Marie Rathscheck) durch die Großstadt. Unterwegs begegnet sie jungen Müttern, die ihre Mutterschaft als religiöses Erweckungserlebnis feiern, findet Unterschlupf bei einem abstinenten Existenzialisten, für den Sex „auch nur noch ein Markt“ ist, und wartet in einer Drag Bar „auf das Ende des Kapitalismus“. Ihr Versuch, ein Buch zu schreiben, scheitert am ersten Satz des zweiten Kapitels, und sie findet keinen Platz zwischen Kunstgalerien, Yoga-Studios und den Betten fremder Männer. Statt sich zu bemühen hineinzupassen, fängt das Mädchen an, ihre Depression als Politikum zu betrachten... (Festivalinformation, Max Ophüls Preis 2019)

 

Begründung der Ökumenischen Jury zur Preisvergabe an "Das melancholische Mädchen" (Deutschland, 2019)

Unendlich komisch und gleichzeitig todtraurig, bis ins Detail komponierte Bilder, poetische Dialoge, in denen Beziehungen zum Lifestyle erkoren werden. Der Blick für den anderen verbleibt in der Leere.
Die eigenwillig-konsequente Bildsprache eröffnet Leerstellen und Räume zum Weiterdenken. Schonungslos und präzise werden gesellschaftliche Zustände vorgeführt, hinterfragt und an die Zuschauenden weitergegeben.
Eine junge Frau wird zur Symptomträgerin einer Gesellschaft, die ihre Glücksversprechen nicht einlöst.

 

Mehr Informationen: Wolf-Dieter Scheid, LAG für Evangelische Erwachsenenbildung im Saarland, Tel. 0681 68570176, lag@dwsaar.de und KEB-Saar, Tel. 06831 769264, info@keb-saar.de

INFOS rund ums   40. FILM FESTIVAL MAX OPHÜLS PREIS SAARBRÜCKEN: https://www.ffmop.de